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Neue Herausforderungen für Schule und Bildungsplanung

Peter Frey (KSL 2010)

Werteverfall, Wertewandel sind Schlagwörter der heutigen Zeit.
Peter Frey rückte bei der KSL Tagung  die Wertedebatte in ein positives Licht. Es fände eine Umschichtung in der Rangordnung der Werte statt. Dadurch, dass gesellschaftliche Gewissheiten von früher im Begriff sind sich aufzulösen, wird jeder gezwungen seine Werteskala selbst zu finden, so Frey.
Ein Heimatbewusstsein gewinnt in einer globalisierten Welt wieder an Wert.
Werte wie z.B. Nachbarschaftshilfe, Natur – und Umweltschutz,  die sich in unseren Köpfen bereits etabliert haben, stehen in der Rangliste weit vorne.
Auch die Zuversicht und das Vertrauen in die Zukunft gehören in diese Kategorie, und sind Werte, die wegweisend sind.
Eine Wertediskussion in der Schule  kann durchaus von Bedeutung und zielführend sein...

 

Soziales Lernen

Eigenständig werden

Regeln etablieren

 

Wir nehmen unseren Bildungsauftrag wahr, die Kinder so zu fördern, dass sie zu verantwortungsvollen und lebensfrohen Menschen heranwachsen können. Unser Ziel besteht darin, sie in die Lage zu versetzen, ihr Leben kompetent zu meistern.
• Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Beratungszentrum Schlanders - Dienststelle für Gesundheitserziehung
• Zusammenarbeit mit dem Sanitätssprengel Mals
• Es ist wichtig, dass Kinder auch lernen, "Nein" zu sagen und, dass Kinder auch lernen, ein Nein zu akzeptieren.
• Denn die Akzeptanz eines – Nein - könnte dazu beitragen, die Meinung anderer zu respektieren…( Eltern, Lehrer, Mitschüler ).

 

 

 

Günter Funke Die Ergebnisse der Lernforschung und Neurobiologie haben unser Verständnis von Lernen und von Lernprozessen erweitert. Lernen ist ein aktiver Vorgang, der sich immer individuell vollzieht, auf Vorwissen und bereits Gelerntem aufbaut.
Nur wer ein entsprechendes Klima schafft, schafft Voraussetzungen für das Lernen.

Manfred Spitzer, der weltweit anerkannte Gehirnforscher sagt - Die größte Bedeutung für die Entwicklung des Gehirns ist das Lernen im Kleinstkindalter. Sinnliche Erfahrungen sind von äußerster Wichtigkeit, um die Welt zu begreifen wie sie ist. Dabei ist die reale Erfahrung gemeint, nicht eine virtuelle am PC oder im Fernsehen.
Und nicht zuletzt ist es die Freude, die Lernen besser ermöglicht als Angst -. Spitzer: „Ein vergnügtes Hirn lernt besser als ein angestrengtes.“

Prof. Max Friedrich nennt in seinem Referat über – Gewalt und Prävention - in Bozen ( 09 ) ausdrücklich das Elternhaus, die Schule und die Gesellschaft, die zusammenarbeiten müssen, um Aggression und Gewalt erfolgreich begegnen zu können.
• die Wertewelt der Schüler überprüfen
• der Isolation der Schüler entgegensteuern
• Zeit nehmen und zeit geben
• Schule erfreulich gestalten – Schulgestaltung
• zur Selbstverantwortung erziehen … uvm.

Einige Gedanken über Schule und Zukunft

• Menschen lernen ein Leben lang.
• Durch das Lernen werden die Kompetenzen erweitert.
• Die Schule hilft unterschiedliche Lernformen zu ermöglichen.
Im Leben von heute scheint ständiges Lernen und Weiterbilden somit unerlässlich.
Der Mensch wird in den ersten Jahren seines Lebens geprägt, die Weichen für das Leben werden dort gestellt... in erster Linie im Elternhaus, nur zum Teil auch in den ersten Schuljahren. Es findet also ein relativ geringer Prozentsatz des Lernens in der Schule statt.
Weit größer ist dieses Lernen bereits als Vererbung vorhanden und findet im Elternhaus, im Vorschulalter usw. statt. (Prof. Stadelmann)
Die neuen Medien können dabei einen wichtigen Stellenwert einnehmen.

Das Schulprogramm

Die Schule erstellt aus obgenannten Gründen ein Schulprogramm, welches einerseits längerfristige Ziele beinhaltet und in dem andererseits jährliche Ziele definiert werden. Somit kann ein Schulprogramm auch nichts Endgültiges sein.

In der GS Graun steht in diesem Schuljahr - wie schon in den Schuljahren zuvor – einerseits die Werte- und Friedenserziehung im Vordergrund.

Eigenständig werden

Die Persönlichkeitsentwicklung und das Erreichen von Lebenskompetenzen, der Umgang mit Stresssituationen, das kreative Denken die Kritikfähigkeit uvm. sind wesentliche Momente im Grundschulalter.
Das soziale Lernen findet nicht nur in der Klasse und nicht erst in der Schule statt. Bereits im Vorschulalter sind prägende Lebenseindrücke vorhanden.
Sich in der heutigen Welt erfolgreich zurechtzufinden, bedarf der Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus. Dadurch können Selbstwahrnehmung und Selbstsicherheit gesteigert werden, was sich nicht zuletzt auf das spätere Leben auswirkt.
Gesundheitsförderung ist eine wesentliche Aufgabe auch der Schule geworden. Den Schülern soll also eine gesundheitsfördernde Lebensweise vermittelt werden, in der sie auch Verhaltensweisen erfahren, die besonders die Werteerziehung betrifft.

Das Schulprogramm des Jahres 2010 / 2011 (im PDF Format)