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Gedichte

 

Der Flügelflagel gaustert

durchs wiru waru Wolz

die rote Fingur plaustert

und grausig gutzt der Golz.

Christian Morgenstern

 

 

Die Schneekatze

1) Die Schneekatze ist eine aus Eisen,
Ob Leitwolf oder Prinoth sind alle aus Eisen.

2) Ich baute eine Schneekatze aus Holz,
auf diese bin ich ganz stolz.

3) Ob Winde oder Pflug,
alle beide funktionieren ganz gut.

4) Ob Prinoth, Leitwolf oder Everest,
von allen dreien bekommt keiner die Pest.


Eberhart Martin

 

 

auch ein wintergedicht

dieser winter ist sehr warm
viele menschen sind sehr arm
warum fällt denn gar kein schnee
offen ist auch noch der see

jeder tag bringt sonnenschein
viele menschen sind allein
kaum ein tier hält winterschlaf
nur – die kinder sind sehr brav

warum wird die zeit gemessen
viele… haben nichts zu essen
gar kein lüftchen regt sich still
weil dies alles gott so will ?

100107

 

Das versunkene Dorf

Es war so schrecklich und gemein.
Sie hatten Mitleid kein.
Sie vernichteten alle Gebäude
und vertrieben die armen Leute.

Das Wasser sollte dienen
teuren Strom herzukriegen.
Das Staubecken war bald voll
nur wenige fanden das toll.

Die Grauner trauerten so sehr
um ihr Dorf immer mehr und mehr.  (Lukas)

Heimatgedicht

Altgraun ist nun tot
Verzweiflung
Keine Hoffnung
Trauer
Hass
Zerstörte Natur
Arbeit
Gedemütigt (Matthias )

 

 

 

Warum?

Und so passierte es, das Dorf wurde gesprengt,
so dass es heute keiner mehr kennt.
Es war für die Grauner eine schreckliche Zeit.
Kaputte Mauern lagen überall verstreut.
Und es herrschte große Trauer,
man sah nur mehr die riesige Staumauer.
Jetzt schaut nur noch der romanische Turm aus dem See hervor
und erinnert uns, dass die Grauner ihre Heimat verlor`. (Jonas )

 

 

Warum?

 

Es steht ein Turm im Wasser,
er denkt an Alt – Graun.
Traurig steht er da,
warum , was geschah?
Geld und Strom,
Wasser
immer nasser!
Vieh, Blumen, Landwirtschaft;
weggerafft!
Häuser kaputt,
in Asche und Schutt!
Die Menschen waren einst
zufrieden,
wo sind sie
geblieben? (Maria Rosa )

 

DAS VERSUNKENE DORF

Die Sonne scheint übers Tal.
ein Bauer spaziert übers Feld ein letztes Mal.
Am Dorfbrunnen ist es still
weil kein Kind mehr spielen will.
Die Menschen müssen verlassen Hof und Haus
und sollen in die fremde Welt hinaus.
Sie verstehen die Welt nicht mehr
dort wo ihre Heimat ist,
soll ein Stausee her.
Traurig blicken sie zurück
langsam versinkt ihr Dorf Stück für Stück.
Nur eines blieb bestehen
der Kirchturm ist heute noch zu sehen. (TAMARA)

 

Die Seestauung

Die Grauner und die Rescher haben sie überwunden
die traurigen und schweren Stunden.
Beim letzten Glockenklang
wurde allen Leuten bang.
Viele mussten nehmen den Wanderstab
und haben nur zurückgelassen – das Grab. (Salvatore)

 

 

Warum?
Große Wassermassen
strömen über die nicht geernteten Felder.
Letzte Habseligkeiten
werden in Sicherheit gebracht.
Gesprengte Häuserreste
verschwinden in den Fluten.
Tränennasse Blicke
schweifen über die einstmals blühende Gegend.
Mit schmerzvollen Seufzern
wenden sich die Menschen ab und ziehen in die Fremde.
Zurück bleibt die Frage
Warum?

Geschichte

Nur der Turm steht heute noch
um ihn herum ein Wasserloch.
Es stand ein Dorf so wunderschön
so reich an Wiesen und auch Seen.

Das Dorf besaß die reichsten Bauern.
Die Vögel nisteten in den alten Mauern.
Das Vieh bekam die schönsten Preise 
doch später weinte es, laut und leise.
(David )

 

DEIS SCHÄAN DORF!

A Graunr drzeilt:

„Olz houbm si inz gnumman
iaz kemmr a nimma umrsumman.
As isch a schäans Dorf gwäisn
iaz kennan di Leit lai mäa in Buach
ibr Graun und Reschn läisn.
As hot di gräasr Londschoft gäibm
haint komma nimma a sou guat läibm.
Die Lait sein fleißi gwäisn
haint woas ma nimma wia ma nimmp int Hont an Bäisn
Die Graunr houbm nia gschtrittn
wäign sälla hot a nia niamat Hungr glittn.
Si houbm an Haufn Kindr kett
dou sain di Heintiga lai a Gfrett!
Dr Dorfprunn mit t Waschwaibr
ischt a frschwuntn – laidr.
Di Penk wo di Graunr sain panklkukkt
di sälla hot a olla dr Säa frwchlukkt.
Um däin Dorf isch ellatla schoud 
i woas mr a haint nou koan Rout.“ (JENNIFER )

Der Turm im See

 

Die rauschenden Wellen sieht man dort
wo einst mal war der schönste Ort.
Der Turm im Wasser gibt dir kund,
wo einst das Dorf Graun so fröhlich stund!
Hier sollte ein Stausee errichtet werden!
Was tun mit den Menschen, Kühen und Pferden?
Da wurde errichtet eine große Mauer,
aber Grummet gemäht hatte damals noch kein Bauer.
Fast alle Höfe und Häuser wurden zerstört.
Das Knallen der Sprengungen hat man weitum gehört.
Viele Leute mussten fort,
nach Ost und West und Süd und Nord.
Es sind jetzt vergangen 50 Jahr,
leider ist die Geschichte wahr!

Manuel